Johann Jakob Erlwein

Hans Erlwein, geboren am 13. Juni 1872 bei Bad Reichenhall, studierte in München Architektur. Er arbeitete zunächst als Architekt in Bamberg. Im Jahr 1904 wurde er zum Stadtbaurat in Dresden gewählt, was für einen 32-Jährigen durchaus nicht üblich war. Hier übernahm er 1905 die Leitung des Hochbauamtes. In nur zehn Jahren entstanden unter seiner Leitung über 50 Gebäude, die Dresdens Stadtbild prägten.

Beispiele hierfür sind:
Artesischer Brunnen auf dem Albertplatz, Dresden-Neustadt
Feuerwache Striesen, Dresden-Striesen, Schlüterstraße
Städtischer Vieh- und Schlachthof, Dresden, Schlachthofring
Gasbehälter III im Gaswerk Reick, Dresden-Reick, Gasanstaltstraße
Klärwerk Kaditz, Dresden-Kaditz
Wohnbebauung der Krenkel-Stiftung, Dresden-Löbtau, Klingestraße
Aussichtsturm auf dem Wolfshügel, sog. Erlweinturm, in der Dresdner Heide
Gaststätte “Italienisches Dörfchen”, Dresden, Theaterplatz
Städtisches Lagerhaus, sog. Erlweinspeicher, Dresden, Devrientstraße
Feuerwache Neustadt, Dresden, Louisenstraße

Seine Bauten zeichnen sich durch Anpassung an die Umgebung, sowie schlichte Zweckmäßigkeit aus. Als Stadtbaurat Dresdens hatte er eine einflussreiche Rolle in verschiedenen Ausschüssen von Hochbauamt und Kunstwesen. Erlwein starb am 9. Oktober 1914 bei Rethel in den Ardennen durch einen Autounfall, auf dem Weg deutsche Soldaten an der Westfront mit Lebensmitteln zu versorgen.